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Fairer Handel – Ist eine bessere Welt käuflich?

Der Faire Handel verspricht, die Welt durch Konsum sozial gerechter zu machen und hat jährlich ein zweistelliges Wachstum. In der Flugschrift werden Erfolge des Fairen Handels benannt, aber auch seine Grenzen. Die Herausgeber haben enge Bezüge zur Fair-Handels-Szene zum Beispiel durch das Betreiben eines 3.Welt Ladens. Aber sie teilen nicht die (Wachstums-) Euphorie vieler Fair-Handels-Akteure. Deshalb fragen sie, ob eine bessere Welt käuflich ist und ob es einen fairen Kapitalismus geben kann?

Mit seiner Aufklärungsarbeit über ungleiche Handelsbeziehungen kann der Faire Handel auf enorme Leistungen verweisen. Der Marsch durch die Ladenregale schleift jedoch die politische Zielrichtung des Ansatzes ab.

Flugschrift "Fairer Handel – Ist eine bessere Welt käuflich?" (drei MByte).

Pressemitteilung 'Neue Flugschrift: „Fairer Handel – Ist eine bessere Welt käuflich?“' vom 27. November 2015.

Radiointerview - Fair Trade - ist eine bessere Welt käuflich? mit Wolfgang Johann von der Aktion 3.Welt , 9.12.2015, Radio Z (Nürnberg)

Niederländische Übersetzung der Flugschrift "Fairer handel - Ist eine bessere Welt käuflich"

"Konsum alleine rettet die Welt nicht", Rezension der Flugschrift zu Fairem Handel in der Zeitschrift Opens external link in new window"Weltsichten", 2016/Nr.1
Auch wenn dieser Artikel unsere Kritik nicht ganz durchdringt und man den Eindruck hat, etwas musste unter den Tisch fallen, so begrüßen wir doch auch die Auseinandersetzung mit unserer Flugschrift.

Kritische Bemerkungen von Brot für die Welt zum Fairen Handel

Bemerkenswert deutlich ist auch die Kritik des evangelischen Hilfswerkes „Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst“, das den Fairen Handel seit Jahren republikweit fördert. Mitte 2014 heißt es dort:

„Es ist offensichtlich schwer auszuhalten, dass dem Erkennen und Verstehen von Entwicklungen oder Fehlentwicklungen in den meisten Fällen nicht sofort ein leicht gehbarer Lösungsschritt folgen muss oder kann ….

Viele der geförderten Projekte münden in Handlungsvorschläge. Die Vorschläge bewegen sich in der Mehrzahl der Projekte auf der Ebene von individuellen Konsumentscheidungen: Einkauf im Weltladen, Einrichtung von fairen Schulkiosks, Vermeidung von Billigtextilien, CO² Kompensation bei Flügen, Wechsel des Stromanbieters oder Verweigerung von Konsum.

Keine Frage individuelle Konsumentscheidungen sind wichtige Elemente für eine gesellschaftliche Umsteuerung, da sie Alternativen aufzeigen, die Überzeugungskraft der Akteure erhöhen und insgesamt eine Einladung dazu sind, Veränderungen zu wagen. Man wird sich die Welt allerdings nicht gut kaufen können. Was in vielen Projekten zu kurz kommt, ist die Vermittlung von Formen gemeinsamen Handelns und das Einüben politischen Agierens.“

Zitiert aus: Brot für die Welt (Hg.) Förderbericht Inland 2013, Berlin 2014, S.21 ()

Afrika ist schwarz. Wirklich?

AfrikaBilder in Kinderbüchern - eine kritische Reflexion

Afrika ist schwarz. Afrika ist arm. Afrika ist ursprünglich. Afrika ist exotisch. Afrika ist unterentwickelt. Afrika leidet an Hunger, Krieg, Korruption, Naturkatastrophen und ethnischen Konflikten. In Afrika gibt es wilde Tiere und Kindersoldaten. Aus Afrika kommen Flüchtlinge. Das alles wissen wir in Europa über Afrika. Aber warum glauben wir, dass es stimmt? Warum nehmen wir Afrika so wahr? Könnten wir Afrika auch anders wahr-nehmen?

"Zur N-Wort Debatte: Wer mit der Waffe der Kritik gegen das Übel der Welt kämpft, hat nicht so viele Möglichkeiten zur Auswahl, als dass er sich den Luxus leisten könnte, auf einige davon zu verzichten. Es kann dienlich sein, für die Ächtung eines bestimmten Vokabulars zu kämpfen, es kann genauso dienlich sein, dieses seinem Besitzer um die Ohren zu hauen. Eine moralische Haltung ist nicht dasselbe wie eine moralistische Politik und Knigge ein schlechter Ratgeber im antirassistischen Kampf.“ Deniz Yücel

Flugschrift "Afrika ist schwarz. Wirklich? (2,3 MByte)

Vorsicht, die Helfer kommen

NGOs zwischen Hilfe und Hilfsbusiness - in Palästina und anderswo

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind in fast allen Teilen der Welt tätig. Am aktivsten in Palästina. Mit Spendengeldern und sonstigen finanziellen Zuwendungen bauen sie Straßen und Häuser, unterstützen andere Vereinigungen, verteilen Aufträge und leisten Hilfe. Ihr Ruf ist zweifellos ein grundsätzlich guter: MitarbeiterInnen und AktivistInnen von NGOs scheinen selbstlos zu sein und zu handeln, immer das Wohl notleidender Menschen vor Augen. Dass sie selbst auch politische Ziele verfolgen, die nicht – oder nicht immer – auf direkte und uneigennützige Hilfe ausgerichtet sind, bleibt zumeist unerwähnt und ausgeblendet. Ebenso,dass sie weit verbreitete Sichtweisen „auf die da unten“ quasi als geistige Hilfe mit liefern. Dies gilt für die aus der kolonialen Vergangenheit gebliebenen Einstellungen von der eigenen Überlegenheit ebenso wie für verbreitete antisemitische Positionen in der Mitte der deutschen Gesellschaft, die von sozialwissenschaftlichen Studien seit Jahrzehnten auf 20% und mehr beziffert werden. Doch so legitim es ist, das Handeln von Regierungen und Unternehmen unter die Lupe zu nehmen, so legitim ist dies auch in Bezug auf die NGOs

Opens internal link in current windowReaktionen auf die NGO-Flugschrift

Flugschrift "Vorsicht, die Helfer kommen" (0,8 MByte)

Milch billiger als Wasser

Faire Preise für Bauern. Welche Landwirtschaft wollen wir?

Die vierseitige Flugschrift wurde vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und der Aktion 3.Welt Saar gemeinsam veröffentlicht. Sie erschien am 19. Januar 2013 zur Grünen Woche in Berlin und zur Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt“. Die Publikation beschreibt die Auswirkungen der aktuellen Agrarpolitik, die Bauern hier wie in der sogenannten 3.Welt zu reinen Rohstofflieferanten macht. Deutsche Kühe fressen billiges Soja aus Paraguay, wo Bauern gewaltsam enteignet werden und die Landwirtschaft auf Sojaanbau („Grüner Tod“) zugerichtet worden ist. Die überschüssige Milch wird als Milchpulver nach Westafrika verkauft und zwingt dort Bauern zur Aufgabe ihrer Höfe. Bauern sind hier wie dort das letzte Glied in der Kette. Deshalb liegt die Alternative in der Bündelung von Milch in Bauernhand, so dass bessere Verträge mit Molkereien ausgehandelt werden können. Eine flexible Mengensteuerung, um Überproduktion zu vermeiden, ist erreichbar mit einer Monitoringstelle, die sich am kanadischen Beispiel orientiert. Dort sitzen Bauern, Handel, Milchindustrie, Staat und Verbraucher zusammen und passen die Produktion flexibel der Nachfrage an. Politisches Ziel ist es, dass Bauern faire Preise für ihre hochwertigen Produkte erhalten und damit nicht gezwungen sind, immer größer zu werden.

Flugschrift "Milch billiger als Wasser – Faire Preise für Bauern" (1,6 MByte)

Kein Projekt in der 3.Welt – Entwicklungsland Deutschland

30 Jahre Aktion 3. Welt Saar

Unter dem Motto „Der Sinn von Politik ist Freiheit.“ der deutsch - jüdischen Philosophin Hannah Arendt wird das politische, soziale und kulturelle Profil der Aktion 3.Welt Saar erläutert. Die Flugschrift enthält u.a. Beiträge zu Ackerbohnen, Fußballfans, Flüchtlingen, Sozialarbeitern, Bürgerrechten, Fairer Handel, Israel, PKK, Islamismus, Bertelsmann Stiftung, Hunger, E10, Kolonialismus, Antisemitismus und ein paar klärende Worte zum Phänomen der Metropolenlinken. In einem „Offenen Brief an Afrika“ stellt die Aktion 3.Welt Saar die klassische Sichtweise „auf die da unten“ auf den Kopf und bittet die afrikanische Zivilgesellschaft darum, Deutschland und Europa entwicklungspolitisch zu helfen

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Agrotreibstoffe - E10 weder öko, noch fair

(Aktualisierung Mai 2012)

Warum Energie dezentral produziert werden soll.

Agrotreibstoffe wie Palmöl oder Soja sollen das Energieproblem lösen und langfristig Erdöl ersetzen. Sie sind weder sonderlich ökologisch, noch CO² neutral noch besonders fair. Brandrodung von Regenwäldern, Landraub und Vertreibung, pesztizidreiche Monokulturen sind da nur einige der verheerenden Folgen. Immer mehr werden auch Ländereien im Süden durch multinationale Konzerne aufgekauft, um den Energiehunger des Nordens zu stillen.

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Bye bye Multikuli – Es lebe Multikulti

Für einen emanzipatorischen Multikulturalismus, gegen ein kulturrelativistisches Verständnis von multikultureller Gesellschaft, gegen deren rassistisch motivierte Ablehnung.

„Bye bye Multikuli – Es lebe Multikulti” ist der Titel der neuen Flugschrift, welche die Aktion 3.Welt Saar gemeinsam mit der Stuttgarter Gruppe undefined Emanzipation und Frieden herausgibt. Die Flugschrift plädiert für einen emanzipatorischen Multikulturalismus, den sie gegen ein kulturrelativistisches Verständnis von multikultureller Gesellschaft ebenso verteidigt wie gegen deren rassistisch motivierte Ablehnung. Kurzum: Die Freiheit des Individuums hat Priorität gegenüber der Freiheit von Gruppen.

Es herrscht Konfusion um Multikulti. Thilo Sarrazin, Mitglied im Vorstand der Bundesbank und in der SPD, sieht sich von MigrantInnen bedroht, die „jede Menge kleiner Kopftuch mädchen produzieren“. Umgekehrt plädieren Teile der Naziszene für die multikulturelle
Gesellschaft, während Oskar Lafontaine „Schnittmengen zwischen dem Islam und
der Linken“ sieht. Pro Asyl ruft Kritiker des Islamismus mit dem bei iranischen Mullahs
entlehnten Kampfbegriff der „Islamophobie“ zur Ordnung. Viele AnhängerInnen von
Multikulti schweigen gegenüber Zwangsverheiratungen, Kopftuchzwang und Ehrenmorden.
Falsche Toleranz und unterlassene Hilfeleistung.
Trotzdem: Ein Plädoyer für die Multikulturelle Gesellschaft – gerade jetzt.
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Flugschrift: Kinderarbeit – Wem nützt sie?

Warum Kinderrechte der beste Schutz gegen Kinderarbeit sind.

Kinder arbeiten in der 1. wie in der 3. Welt. Entscheidend ist nicht die Frage, ob sie es tun, sondern was und wie sie es tun: freiwillig, um sich Konsumbedürfnisse zu befriedigen oder gezwungen, um zu überleben. Und: Wie sind ihre Arbeitsbedingungen? Das Mitleid für die Schuhputzjungen und für Kinder auf Baumwollfeldern in der 3. Welt verstellt den Blick auf die Gründe und Bedingungen von Kinderarbeit. Ein pauschales Verbot hilft den Kindern nicht weiter, sondern verlagert das Problem in die Illegalität. Die Arbeitsbedingungen gehören ebenso auf den Prüfstand wie die Frage nach den Nutznießern. Ein Plädoyer für Kinderrechte. undefinedFlugschrift laden

undefinedRadiointerview zur Flugschrift "Kinderarbeit - Wem nützt sie?

Streit um Saatgut

Privateigentum oder Gemeineigentum?
Warum gibt es Streit um die Kartoffel Linda und die Nachbaugebühren?

Sie begegnen in der Fußgängerzone einem waschechten Indianer. Während Sie gemütlich in einem Eiscafé sitzen, Ihre Einkäufe vom Wochenmarkt neben sich gestellt haben und entspannen, tippt er Sie an. Sie schauen auf. Er hält Ihnen einen Ausweis unter die Nase und verlangt von Ihnen 5 € für Ihr Büschel Pfefferminz- und Kamillenblätter. Auf diese Pflanzen hätte seit letztem Jahr der Indianische Rat der USA ein Patent beim Patentamt in Brasilien angemeldet. Die Nutzung dieser Pflanzen ist demnach gebührenpflichtig.
Ganz schön dreist geworden, diese Nachfahren Winnetous. Kommen hierher und katalogisieren unsere Pflanzen und verkaufen das Ganze womöglich wieder als
Indianermedizin an uns zu überteuerten Preisen. Das haben wir von unserem Respekt. Dabei haben wir Winnetou und seine Brüder und Schwestern jahrzehntelang
als edle Wilde in zahlreichen Indianer filmen und Büchern geehrt und damit „unsere“
Zivilisationsmüdigkeit fachgerecht entsorgt. Und jetzt werden sie frech und machen
Ansprüche geltend.
Klingt irgendwie nach Science-Fiction. Ist aber real ...
Weiter gehts undefinedhier. (PDF-Dokument)

Mit Islamismus gegen die Aufklärung

“Es gibt viele moderate Moslems, doch der Islam selber ist nicht moderat.“ Taslima Nasrin, Schriftstellerin.

Man  darf  sich  nicht  daran  gewöhnen,  den  fundamentalistischen  Islam,  den
sogenannten  Islamismus,  als legitimen  Bestandteil  einer bunten,  kulturellen
Vielfalt, einer Multi-Kulti-Idylle zu betrachten  oder gar als Partner im  Kampf
gegen die dem Kapitalismus innewohnenden Ungerechtigkeiten. Islamisten, die  von
ihnen propagierte Rückkehr zu einem  einfachen, urtümlichen Leben und ihr  Kampf
gegen  die  "westliche  Vorherrschaft“,  die  Moderne  im  Allgemeinen  und  die
Aufklärung im Besonderen, sind keiner  Sympathie und Unterstützung wert. Wer  an
Emanzipation interessiert ist, kann den fundamentalistischen Islam in all seinen
Varianten nicht tolerieren.
Die traditionelle Auffassung des Islam, dass die Unterwerfung unter Gott und der
Glaube  im Mittelpunkt  des Lebens  stehen müsse,  dass also  die Pflichten  der
Gläubigen Gott gegenüber Priorität haben und nicht die Freiheiten und Rechte des
Individuums, führt u.a. dazu, dass Aussagen des als Gottes Wort geltenden Korans
wörtlich genommen werden.

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Hier wird Politik gezockt

Sie arbeiten diskret, im Stillen, hinter den Kulissen, ziehen die Fäden und wirken in die Politik hinein. So das klassische Bild von Lobbyisten. Falsch ist es nicht, aber ergänzt wird dies durch eine neue Form des Lobbyismus. Sowohl die vom Metall-Arbeitgerberband finanzierte „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“ wie auch die „Bertelsmann Stiftung“ fahren doppelgleisig: Neben der klassischen Form des Lobbyismus, diskrete Absprachen zu treffen, suchen beide Organisationen bewusst die Öffentlichkeit und präsentieren die Ergebnisse ihrer informell eingefädelten Vereinbarungen in scheinbar transparenter Weise.

Ihr Ziel: Freier Kapitalfluss und neoliberale Globalisierung. Ihre „natürlichen Gegner“ sind demnach Gewerkschaften, Parlamente, demokratische Entscheidungsstrukturen, Tarifverträge, politische Regelungen zu Gunsten sozial Schwacher. Eben all dies, was die freie Entfaltung des Kapitals behindert. Nur ganz so offen kann dies nicht formuliert werden. Es würde auffallen, der antidemokratische Geist käme zu Tage und dies hätte zugegebenermaßen keinen guten Style. Also publiziert und organisiert man wie die Bertelsmann Stiftung Tagungen, Konferenzen und „wissenschaftliche“ Expertisen oder sendet wie die INSM Botschafter aus Parteien, Publizistik und Wirtschaft in die mediale Umlaufbahn und lässt das Personal in Talkshows und Interviews ihre nachdenklichen Worte von der Zukunftsfähigkeit „unseres“ Landes kundtun.

Zu dem Thema ist die Flugschrift "Hier wird Politik gezockt" erschienen. Sie können sie hier herunterladen: undefinedFlugschrift

Ebenfalls zu dem Thema hat Rüdiger Fries von der Aktion 3. Welt Saar für die Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz das Arbeitspapier „Hier wird Politik gezockt – Der Einfluss von Lobbyisten auf die Arbeitswelt“ verfasst.
Sie können die Datei hier herunterladen:
undefinedDer Einfluss von Lobbyisten auf die Arbeitswelt.pdf

„.... to save the world“

„.... to save the world“ lautet der Titel einer achtseitigen Flugschrift, die die „Aktion 3. Welt Saar“ mit Unterstützung von „Arbeit und Kultur Saarland GmbH“ zu Ihrem 25 jährigen Jubiläum veröffentlicht hat.  In 25 Jahren ist viel passiert. Material, Stoff, Stories, Fotos für ein ganzes Buch. Mindestens. Wir sind etwas bescheidener geblieben und haben eine achtseitige Flugschrift erstellt. Sie dokumentiert die thematische Vielfalt und das Selbstverständnis unserer sozialen, kulturellen und politischen Arbeit. Ergänzt wird die Publikation mit einer ausführlichen Chronik und mit vielen  Fotos. Wir hatten rund 3.000 Fotos gewälzt und hätten gerne mindestens 200 davon abgedruckt. Die Auswahl fiel schwer. Vor allem, weil sich mit den Fotos Erinnerungen an Menschen, Themen, Aktionen verbinden. Und Gefühle. Wie wurde aus einem kleinen 3. Welt Laden eine überregional tätige politische Organisation? Eine Organisation, die nunmehr seit 25 Jahren sich nicht scheut kritisch, unabhängig und mit Biss Themen wie Rassismus, Ökologie, Hunger, Neoliberalismus, Asyl,  Fußball, Pop-Kultur und dem neuen wie alten Antisemitismus aufzugreifen. Weil wir uns nicht anmaßen, über Tausende von Kilometern hinweg, andere zu entwickeln, haben wir kein Projekt in der so genannten 3. Welt. Unser Entwicklungsland heißt Deutschland.

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Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck

Vom Kaiser geehrt, vom Führer geliebt - Ein Beitrag zur deutschen Kolonialgeschichte

Heute wie damals werden Helden bebraucht, vor allen Dingen unbesiegbare Helden. Da wird auch schon mal die Geschichte zurechtgestutzt und unbequeme Fakten fallen unter den Tisch. Der in Saarlouis geborene deutsche Kolonialmilitär Paul von Lettow-Vorbeck (1870 - 1964) ist ein solcher Held: Auf einer Tafel an seinem Geburtshaus in der Saarlouiser Innnestadt wird er als unbesiegt gelobt. Dass er 1904 an der Ermordung von 60.000 Hereros in Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) beteiligt war und den Nazis später als gern gesehener Redner diente, fällt dabei unter den Tisch. Lettow-Vorbeck ist immernoch Ehrenbürger von Saarlouis. Ein Gedenken an seine Opfer findet bis heute in Deutschland nicht statt.

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Gute Kinderarbeit – schlechte Kinderarbeit

Kinder arbeiten in der 1. wie in der 3.Welt. Entscheidend ist nicht die Frage ob sie es tun, sondern was und wie sie es tun: Freiwillig, um sich Konsumbedürfnisse zu befriedigen oder gezwungen, um zu überleben. Und: Wie sind ihre Arbeitsbedingungen? Das Mitleid für die Schuhputzjungen und für Kinder auf Baumwollfeldern in der 3.Welt verstellt den Blick auf die Gründe und Bedingungen von Kinderarbeit.
Ein pauschales Verbot hilft den Kindern nicht weiter, sondern verlagert das Problem in die Illegalität. Die Arbeitsbedingungen gehören ebenso auf den Prüfstand wie die Frage nach den Nutznießern.
Ein Plädoyer für Kinderrechte.

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Nachbaugebühren: Ist Saatgut Gemein- oder Privateigentum ?

Biopiraterie vor der Haustür – Ein brisanter aber unbekannter Konflikt.
Biopiraterie findet längst nicht mehr nur im fernen Süden statt, sondern direkt vor der eigenen Haustür. Beispiel Nachbaugebühren. Was jahrhundertlang Bauernrecht war, aus der alten Ernte Saatgut für die neue Ernte zurückzubehalten, soll ihnen damit genommen werden. Gemäß Beschlüssen auf EU-Ebene von 1994 und im Bundestag vom Juli 1997 sollen Bauern gezwungen sein, Jahr für Jahr für das Ausbringen vno lizenziertem und von ihnen bereits bezahltem Saatgut aus ihrer eigenen (!) Ernte doppelte Gebühren an die Züchter von Saatgut zu bezahlen.

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Hartz IV: Elixier für die Profitgier oder: Die Welt ist eine Ware

Die Agenda 2010 sowie die Rürup- und Hartz Kommissionen setzen innenpolitisch das um, was international durch das Handels- und Dienstleistungsabkommen GATS vorgegeben wird: Sozialabbau und die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen Gesundheit, Rente, Bildung, Wasser... Das Credo lautet national wie international: Die Welt ist eine Ware und die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben ein Naturgesetz.

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Solidarität mit Israel

Israel - (k)eine Frage des Standpunktes

Israel und der Nahostkonflikt sind der Schwerpunkt der 2001 erschienenen Flugschrift „Solidarität mit Israel“. Die Flugschrift hat eine Auflage von 2.000 Exemplaren und umfasst 20 Seiten im A5 Format. Innerhalb des Israel-Schwerpunktes setzen wir uns kritisch mit der Position auseinander, einen eigenen palästinensischen Staat zu  gründen. Ebenso wird der hinter dem Konflikt stehende historische wie aktuelle Antisemitismus benannt, der in der tagesaktuellen Diskussion meist unerwähnt bleibt. So begründet der israelische Schriftsteller Amos Oz die Existenz des Staates Israel mit dem auch heute noch gültigen „Recht des Ertrinkenden auf die Planke“. Ein Interview mit dem israelischen Gewerkschafter Itzhak Ortman (Histadrut) rundet den Schwerpunkt ab. Weitere Themen sind: Ernährung: Von der Wunderknolle zum geschmacksneutralen Lebensmittel, Globalisierung: Die Welt ist keine Ware – Globalisierung von unten, Atomkraft: Sicherheitsrisiko einer Wohlstandsgesellschaft, - „L’état c’est moi – nicht mit uns“: Unabhängige politische Arbeit braucht finanzielle Rückendeckung und Röchlings Macht in einem Buch: Eine Rezension.

Flugschrift "Solidarität mit Israel" (14,4 MByte)