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Unser Vortragsangebot zu Islamismus & Multikulti

Im Rahmen unseres Kompetenzzentrums Islamismus bieten wir verschiedene Vorträge an: Unsere ReferentInnen informieren und diskutieren zu aktuellen poitischen, sozialen und kulturellen Themen den Islamismus betreffend. Wir freuen uns, wenn Sie uns zu Vorträgen, Reden, Workshops oder Podiumsdiskussionen einladen.

Stand: Dezember 2016

Einen ersten Überblick über unsere Vortragsthemen finden Sie hier auf der Seite. Sollten Sie an anderen Themen Interesse haben: Einfach im Einzelfall nachfragen.

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Die Vorträge sind nicht umsonst. Politische Unabhängigkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Auch hier gilt: Faire Preise für gute Arbeit. Hinter den Vorträgen steckt sehr viel Arbeit von mehreren MitarbeiterInnen, z.B. für Recherche, Aktualisierungen, Weiterentwicklungen, Literatur, technische Umsetzung…
Die Vortragshonorare dienen der Finanzierung der Arbeit der Aktion 3. Welt Saar.
Fördermitglieder – privat oder als Organisation – erhalten als Dankeschön einen Preisnachlass bei den Honoraren.

No Way Out? Fluchtgrund Islamismus

Ein wesentlicher Teil der Menschen, die aktuell auf der Flucht sind, flieht vor Islamisten oder vor islamischen Regimen. Sie fliehen vor von diesen ausgehenden Terrorakten und Kriegshandlungen ebenso wie vor Unterdrückung und Verfolgung. Die Gründe sind vielfältig: Dazu gehören die Unterdrückung von Frauen und die Verfolgung wegen der sexuellen Orientierung. Verfolgt werden Angehörige nicht-muslimischer Religionen und Atheisten ebenso wie Muslime, die einer anderen Art von Islam anhängen, als es dem Religionsverständnis der Machthaber entspricht.
In Deutschland stammt die weitaus größte Zahl der Flüchtlinge aus Syrien. Verantwortlich für ihre Flucht sind der „Islamische Staat“ und andere islamistische Milizen, aber vor allem die vom Iran gestützte Assad-Diktatur. Ebenso fliehen viele Menschen aus Afghanistan, dem Irak, dem Iran und anderen islamischen Ländern. Angesichts der zum Teil gewaltsamen und nach dem gescheiterten Putsch verstärkten Re-Islamisierungsbestrebungen der türkischen Regierung und des Krieges der Türkei gegen die Kurden ist vermehrt mit der Flucht von Menschen aus der Türkei zu rechnen.

Der Vortrag stellt vor allem die islamismusspezifischen Fluchtgründe bei nach Deutschland fliehenden Menschen dar. Dies schließt eine kritische Betrachtung der restriktiven Asylpolitik Deutschlands und der EU ein.

Opens external link in new windowHier geht es zu einem Artikel des Kompetenzzentrums Islamismus  der Aktion 3. Welt Saar in der Zeitschrift iz3w, Nr. 356: "Hand ab, Kopf ab - Islamismus zwingt Millionen Menschen in die Flucht".

Opens internal link in current windowMehr Informationen gibt es beim Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar

Die rechte Hassliebe zum Islam

Die Demonstrationen von PEGIDA und das Parteiprogramm der AfD lassen scheinbar einen eindeutigen Schluss zu: Die rechtspopulistische und neonazistische Szene ist islamfeindlich. Der Kampf gegen Moscheebauten und Minarette, Forderungen nach Einwanderungsbeschränkungen von Moslems oder für ihre Abschiebung stehen schon lange auch weit oben auf der Agenda der „Bürgerbewegungen“ Pro Köln und Pax Europa sowie diverser anderer Rechtsaußenvereinigungen bis hin zur NPD oder Weblogs wie Politically Incorrect. Die Pro NRW-Mitglieder sehen sich als mutige Tabubrecher, die gegenüber fundamentalistischen Muslimen demonstrativ Mohammedkarikaturen zur Schau stellen.
Doch entgegen dieser verbreiteten Wahrnehmung sind wesentliche Teile der radikalen Rechten ausgesprochen islamfreundlich. Beide schimpfen auf die vermeintliche Dekadenz des „Westens.“ Bei den antimuslimischen rechten Gruppen hingegen erweist sich ihre vermeintliche Islamkritik bei näherer Betrachtung als Deckmantel für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Sie haben kein Problem mit dem Islam und bringen ihm bis in die AfD hinein sogar Sympathien entgegen, solange er in seinen „angestammten Ländern“ bleibt. Der Vortrag beleuchtet das Verhältnis unterschiedlicher rechter Strömungen zum Islam.
Opens external link in new windowHier geht es zum Mitschnitt der Veranstaltung „Die rechte Hassliebe zum Islam“ in Trier am 12. Juni 2013
https://www.a3wsaar.de/fileadmin/user_upload/dateien-2015/2015_Sommer_aib_Nr107_Es_gibt_keine_rechte_Islamkritik-1.pdf

Opens external link in new window Hier geht es zum Artikel des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3. Welt Saar: "Es gibt keine rechte Islamkritik", im Antifaschistisches Infoblatt, Sommer 2015, Nr. 107

Opens external link in new windowHier geht es zum Artikel des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3. Welt Saar „Braun ist keine Regenbogenfarbe“ in der Jungle World am 17.9.2009

Opens external link in new windowHier geht es zu einem Interview des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3. Welt Saar Interview zur Bürgerbewegung »Pro Köln«

Opens internal link in current windowMehr Informationen gibt es beim Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar
Foto: Antisemitischer Demonstrant (Berlin Juli 2014) mit Kufiya und der Zahl „88“ als Code für den Hitlergruß am Unterarm eintätowiert, © Foto Wikipedia

Islamophobie – Kampfbegriff gegen Islamkritik?

Schwere Zeiten für Kritiker des politischen Islam. Wer Zwangsheirat und Kopftuchzwang in muslimischen Familien ablehnt, sieht sich oft dem Vorwurf der „Islamophobie“ und des „antimuslimischen Rassismus“ ausgesetzt.
In dem Vortrag geht es um Fragen wie: Warum wird einerseits säkulare, emanzipatorische Kritik an islamisch begründeten Unterdrückungsstrukturen und Menschenrechtsverletzungen tabuisiert und auf der anderen Seite der Blick auf ordinären Rassismus und ordinäre Fremdenfeindlichkeit, die sich auch, aber nicht nur gegen Muslime richten, durch deren Umdefinition zum "antimuslimischen Rassismus" vernebelt? So spricht zum Beispiel kaum jemand von antikurdischem oder antitürkischem Rassismus.
Ist der Islam mit der Aufklärung – zum Beispiel den individuellen Freiheitsrechten – vereinbar?
Gibt es einen eigenständigen islamischen Antisemitismus?
Der Unterschied zwischen linker, aufgeklärter Islamkritik und rechtspopulistischer Moslemfeindschaft soll näher beleuchtet werden und überlegt werden, wie den  massiver werdenden Versuchen, Kritiker mundtot zu machen, begegnet werden kann. Thematisiert wird auch die oft unterschlagene Tatsache, dass der Islam in der äußersten Rechten nicht nur Feinde, sondern auch Freunde hat.

Opens external link in new windowHier geht es zum Artikel des Kompetenzzentrums Islamismus: „Über Moslems nur Gutes“ in Konkret Nr.10/207

Opens external link in new windowHier geht es zum Artikel des Kompetenzzentrums Islamismus „Pflicht zur Differenz. Linker Kulturrelativismus und rechter Ethnopluralismus oder Pro Asyl meets Otto von Habsburg.“ In Konkret Nr. 12/2006

Opens internal link in current windowMehr Informationen gibt es beim Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar

Kriterien und Richtlinien für einen Dialog mit Islamverbänden und für Islamunterricht

Ein Arbeitspapier des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3.Welt Saar

Was ist, wenn muslimische Gemeinden ein Minarett bauen wollen und Islamunterricht möchten? Wie sollen sich Mandatsträger/innen und Verwaltungen in Bundesländern und in den Kommunen dazu verhalten: zustimmen, ablehnen, Bedingungen stellen? Und auf welcher Grundlage kann man Gespräche mit Islamverbänden führen? Eine Arbeitsgruppe des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3.Welt Saar hat zu diesen Fragen im Zeitraum von März bis August 2015 ein Kriterienpapier erarbeitet. Dort werden Minimalstandards für Gespräche mit Islamverbänden und zur Einführung von islamischem Religionsunterricht formuliert. Das Kriterienpapier richtet sich an Mandatsträger/innen, an Entscheidungsträger/innen in Verwaltungen und an andere Interessierte. Die AutorInnen stehen für Diskussionsveranstaltungen zur Verfügung.
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Hier geht es zum "Kriterienpapier für Islamgespräche und für Islamunterricht"des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3.Welt Saar sowie zu zwei Interviews beim Saarländischen Rundfunk über das Kriterienpapier


Opens external link in new windowHier geht es zum Artikel des Kompetenzzentrums "Auf dem Weg zum Moscheenprivileg", Jungle World, 10.12.2015

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Multikulturelle Gesellschaft – Auslaufmodell oder Erfolgsstory?

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das Zusammenleben von Menschen
unterschiedlicher nationaler, kultureller und religiöser Herkunft und
Identität ist eine Tatsache. Dies wird heute selbst von konservativen
Politikern nicht mehr bestritten. Unterschiedlich bewertet und
kontrovers diskutiert wird jedoch der Zustand der multikulturellen
Gesellschaft und die Frage, wie damit umzugehen sei. Wie ist es um
Menschen- und insbesondere Frauenrechte innerhalb von
Migrantencommunities bestellt? Sollen Außenstehende sich da überhaupt
einmischen oder innerhalb welcher Grenzen sollen sie es? Wie ist mit der
von Politikern erhobenen Forderung nach Anpassung an eine „deutsche
Leitkultur“ umzugehen?

Opens external link in new windowHier geht es zur Flugschrift der Aktion 3. Welt Saar vom Winter 2009/2010: „Bye bye Multikuli – Es lebe Multikulti“

Opens external link in new windowUnd hier zu Interviews und Reaktionen auf die Multikulti-Flugschrift

Geschichte des islamischen Antisemitismus

Der Vortrag geht den historischen Ursprüngen islamischer Judenfeindschaft nach. Er beleuchtet ihre Entwicklung von der Zeit des Koran über ihre Formen im islamischen Herrschaftsbereich des Mittelalters bis zu ihrer Verschmelzung mit dem europäischen eliminatorischen Antisemitismus. Er zeigt auf, wie diese Entwicklung 1928 in Ägypten zur Gründung der Muslimbruderschaft als der Mutterorganisation des modernen Islamismus führte und in der Kollaboration Amin Al-Husseinis, des Mufti von Jerusalem, mit den Nationalsozialisten gipfelte - was bis heute in der palästinensischen Nationalbewegung nicht aufgearbeitet wurde. Nachgezeichnet werden die Linien, die seither von der Gründung des jüdischen Staates und den gegen ihn geführten Kriegen bis zum palästinensischen Terrorismus und den iranischen Vernichtungsabsichten sich in dem Bestreben äußern, Israel von der Landkarte zu tilgen.

Das Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3. Welt Saar führte das Interview „Patriarchale Zwänge und Antisemitismus bei Kindern von Migranten – und warum das alles kein Schicksal ist.“ mit der in Saarbrücken lebenden Kurdin Viyan* über ihre Arbeit mit migrantischen Jugendlichen. Opens external link in new windowHier geht es zum Interview

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Foto: Anti-Israelische Demonstration in Saarbrücken, 17.7.2014

Mali–Intervention der französischen Armee - Kampf gegen Islamismus oder neokolonialer Terror?

Menschen in Mali haben den Armeeeinsatz im Januar 2013 zum Teil enthusiastisch begrüßt. Pax Christi Mali beispielsweise sprach sich für die Intervention aus. Aber welche Motive gab es für den Einsatz? Ging es um Menschenrechte und (oder) um Bodenschätze. Die französische Armee intervenierte gegen – jetzt wird es schwierig – den islamistischen Terror, wie sie es selbst formulierte. Stimmt nicht, sagen die GegnerInnen der Intervention: Es ging um Rohstoffinteressen (Uran vor allem) und die Sicherung der französischen Einflusssphäre in diesem Teil Afrikas.

Thema der Veranstaltung sind die zwei gegensätzlichen Positionen und das damit verbundene ethische Dilemma: Einerseits eine radikal pazifistische Position, wonach eine Militärintervention eines Industriestaates in ein Land des globalen Nordens / der sog. 3.Welt immer per se abzulehnen ist, weil sie imperialen Interessen dient und den Zugriff auf Rohstoffe im Visier hat sowie die Sicherung der eigenen Einflusssphäre. Andererseits eine pragmatische, die diese imperialen Interessen nicht leugnet, aber fragt, ob mit der Intervention, sozusagen als Nebenprodukt, Menschenrechten zum Durchbruch verholfen wird. Auch die Abschaffung der Sklaverei in den USA hatte ökonomische Motive, war aber für die Betroffenen ein großer Schritt in eine freiere Welt. Beide Positionen berufen sich auf die Menschenrechte und reklamieren für sich eine Leitbildfunktion. Im Rahmen der Veranstaltung sollen beide Positionen incl. des damit verbundenen ethischen Dilemmas dargestellt werden.