Sie sind hier: Aktuelles

Die Aktion 3. Welt Saar veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Flugschriften zu Themen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

Unsere undefinedaktuellen Flugschriften können Sie bei uns bestellen: Anruf oder undefinedE-Mail genügt.

Aktuelles

Aufarbeitung des Systems „Röchling“ im Nationalsozialismus steht erst am Anfang - Projektgruppe vorgeschlagen

Beim Thema Zwangsarbeit muss die Perspektive der Opfer und nicht die der Täter im Mittelpunkt stehen

Veröffentlicht am 30.06.2016

Zum Ende der Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ im Weltkulturerbe bedauert Stefan Frank vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar eine vertane Chance: „Die Aufarbeitung der brisanten Themen rund um die Völklinger Hütte war mangelhaft. Der hohe Aufwand zur Produktion der Show ist wirkungslos verpufft, da die Leihgaben und Archivalien ohne didaktisches Konzept zusammengeflickt wurden“. Die Ausstellung riss wichtige Themen an und sparte auch Negatives zur saarländischen Industriellendynastie nicht aus. Ebenso wurden die Exponate der Ausstellung auf hohem ästhetischen Niveau präsentiert. Damit wäre benannt, was uns positiv aufgefallen ist. Für die nötige Aufarbeitung schlägt die Aktion 3.Welt Saar eine offene Projektgruppe vor, die auch mit der Uni des Saarlandes kooperiert.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Sujet war dagegen  von banaler Schlichtheit. Ohne die Texte des Begleitkatalogs wären die inhaltlichen Verkürzungen unerträglich gewesen, da die Themen Zwangsarbeit, Arbeitserziehungslager Etzenhofen und Hermann Röchlings Kriegstreiberei nur oberflächlich angekratzt wurden. So widmete sich ein Drittel der Ausstellung kreuzbrav der Röchlingschen Selbstdarstellung ökonomischer Potenz. Besonders ärgerlich war die fehlende didaktische Aufbereitung der Ausstellung. Für Schülerinnen und Schüler blieb die „Show“ ungenügend, da ihr jegliche Didaktisierung fehlte . Nur mit einer gehörigen Portion geschichtlichen Wissens ausgerüstet, konnte die Ausstellung mit Gewinn betrachtet werden.

In dieser Form ist die dauerhafte Institutionalisierung der Ausstellung zwecklos. Von regionalgeschichtlicher Bedeutung wäre sie, wenn folgende Aspekte fokussiert würden:

  • Kriegstreiberei zur persönlichen Bereicherung auf Kosten der Bevölkerung.
  • Strukturelle Gewalt im Arbeitserziehungslagers Etzenhofen
  • Barbarei des Russenlagers (euphemistisch: „Ausländerkinder-Pflegestätte“)

„Ich bezweifele, dass die Ausstellungskonzeption Dr. Meinrad-Maria Grewenigs Einfluss überlassen werden darf. Das pompöse Spektakel ist Grewenigs unbestreitbare Stärke, jedoch erfordert die Aufarbeitung dieser Themen ein ernsthaftes Herangehen“, so Frank. Die Opfer wie ZwangsarbeiterInnen und deren Angehörige verdienen einen angemessenen Umgang mit der eigenen Historie.

Hintergrundinformation:
Die Aktion 3.Welt Saar ist eine allgemeinpolitische Organisation, die bundesweit arbeitet. Ihren Sitz hat sie im Saarland. Sie ist Trägerin des Ökumenischen Förderpreises 2015. Sie veröffentlichte in den letzten Jahren verschiedene Publikation zum NS im Saarland, die u.a. auf dem Lehrplan für Gemeinschaftsschulen stehen:
https://www.a3wsaar.de/texte-vortraege/broschueren/

Aktuelle Veranstaltungen zu Themen wie Agrar, Hunger, Landwirtschaft, Ernährung etc. finden Sie bei ERNA goes fair.

Veranstaltungen

Irgendwas mit Fairem Handel - Ist eine bessere Welt käuflich?

Podium am Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr

„Irgendwas mit Antisemitismus - Die arabische Kollaboration mit dem Nationalsozialismus“

Vortrag und Diskussion am 22.03.2017 mit PD Dr. Martin Cüppers, Forschungsstelle Ludwigsburg

Ostermarkt

So, 09.4.2017, Merzig, Vereinshaus, Propsteistr. 4, 13-18 Uhr

Allerweltsbasar

9. / 10. Dezember 2017, Fellenbergmühle Merzig

Neuigkeiten

Freiburg: Bauernland soll Wohngebiet werden - Scheiß drauf

Interview, Radio Dreyeckland, 3.2.2017

Grußwort der Aktion 3.Welt Saar beim Milchsymposium

des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, am 21. Januar 2017 in Berlin

"Prinzessinnen-auflauf"

Die ERNA-Agrarkolumne in der Jungle World - Teil 15

Keine Abschiebungen nach Afghanistan –

Saarländischer Innenminister soll sich Initiative Schleswig-Holsteins für Abschiebestopp anschließen

"Wachse oder weiche - Die Grenzen des Wachstums. Für eine faire Landwirtschaft"

Eine Tagung der Aktion 3.Welt Saar, des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, des DGB und der...

Freiheit. Würde. Menschenrechte.

Solidaritätserklärung der Aktion 3. Welt Saar e.V. und des Saarländischen Flüchtlingsrates e.V....

"Cattenom-Gegner wurden militärisch in die Knie gezwungen"

Aktion 3.Welt Saar im Interview vom 14.11.16, SR2

"Der Kapitalismus bleibt unfair"

Kommentar von Roland Röder für die Aktion 3.Welt Saar zu TTIP in der Jungle World Nr. 36, 8....

"Fluchtgrund Islamismus"

Hintergrundartikel des Kompetenzzentrums Islamismus in iz3w

Hasspredigt in Saarbrücker Moschee

In einer Moschee in Saarbrücken-Burbach der Islamischen Gemeinde Saar wurde am 24.6.2016 zur...

Was tun gegen rechts? AfD – weder islamkritisch noch Nazipartei

Blog-Beitrag in Neues Deutschland, 19.07.2016

Bericht über den Vortrag "Dialog für eine faire Landwirtschaft weltweit"

Veranstaltung mit ERNA des Ev.Sozialseminars in Lienen

Historikerkommission soll NS Vergangenheit von Franz-Josef Röder aufarbeiten

Pressemitteilung der Aktion 3.Welt Saar (Update 04. August 2016)

Terroranschlag auf LGBT-Bar in Orlando:

Ausdruck islamistischen Hasses auf Homosexuelle und auf jede genussbetonte Lebensart

Lösungsvorschläge für die Milchkrise

"Wachse oder weiche" ist schon lange nicht mehr die Lösung

Pressemitteilung: AfD ist keine islamkritische Partei

Vorgeschobene Islamkritik nur Deckmantel für Flüchtlingsfeindlichkeit