Sie sind hier:

Irgendwas mit Linke und Islam: Ein schwieriges Verhältnis - Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen

Foto: (c) Cyril Schirmbeck

Vortrag mit Samuel Schirmbeck, Journalist und Buchautor, Berlin

Einführung: Gertrud Selzer, Aktion 3.Welt Saar e.V.

 

Mittwoch, 13. September 2017, 18 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland, 66113 Saarbrücken, Europaallee 18

Veranstalterinnen:
Aktion 3.Welt Saar in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland

 
Islamkritik tut sich hierzulande schwer, wird sie doch des Rassismus und des Fremdenhasses verdächtigt. Der Referent findet diese Haltung unbegreiflich, ja skandalös. Er plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Islam und eine scharfzüngige Abrechnung mit der politischen Linken, die allzu oft jede Islamkritik des Rechtspopulismus verdächtigt und dabei gerne den Kampfbegriff der Islamophobie verwendet. Mit dieser falschen Toleranz lassen Linke diejenigen allein, die islamisch begründeter Unterdrückung und Verfolgung ausgesetzt sind und brechen so mit ihrem eigenen universalistischen Freiheits- und Gleichheitsanspruch. Mitarbeiter im „Kompetenzzentrum Islamismus“, einem bundesweiten Projekt der Aktion 3.Welt Saar e.V., machen seit Jahren ähnliche Erfahrungen und unterstützen deswegen Muslime, die für einen liberalen Islam eintreten.
 
 
Samuel Schirmbeck:
(geb 1941) Nach dem Abitur 1961 zog er nach Paris und arbeitete dort als Übersetzer und bei der Presseagentur AFP. Er sympathisierte mit der 68er Bewegung und wurde 1968 aus Frankreich ausgewiesen. Als Hörfunkredakteur arbeitete er beim Hessischen Rundfunk und studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Ab 1991 baute er das ARD Büro Nordafrika in Algier auf. Als einziger westlicher TV Journalist blieb er während des Bürgerkriegs in Algerien, trotz Drohungen radikal islamischer Kräfte. Er erstellte Berichte für Tagesschau und Tagesthemen über Algerien, Marokko und Tunesien. Seit 2001 arbeitete er in Frankfurt am Main als freier Mitarbeiter beim HR und beim ZDF. Schwerpunkte sind sozialkritische Themen und der Islam. Seine journalistische Arbeit für die ARD in Algier und der Aufenthalt in arabischen Ländern ließen ihn langsam zum Islamkritiker werden.

Laden Sie den Flyer (760 KByte) oder das Plakat zur Veranstaltung "Irgendwas mit Linke und Islam: Ein schwieriges Verhältnis - Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen" als PDF (800 KByte).

Foto: (c) Cyril Schirmbeck

Opens external link in new windowAuf Deutschlandfunk Kultur: "Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen. Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen"

Opens external link in new windowSamuel Schirmbeck bei Markus Lanz, 24.11.16



2016 ist vom Autor das Buch erschienen:

Samuel Schirmbeck:
Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen - Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen


Orell füssli Verlag 2016, 978-3-280-05636-3, 19,95 €

»Der Umgang mit Muslimen war bislang eher neurotisch denn normal. Islamkritik bedeutet aber mitnichten, Muslime anzugreifen, sondern Schutz vor seinen menschenverachtenden Auswüchsen, die sich gegen Frauen, Homosexuelle, eigenständig Denkende und sogenannte Ungläubige richten – also auch gegen Millionen von Musliminnen und Muslimen
Samuel Schirmbeck

Das Buch ist es eine offene und selbstkritische Auseinandersetzung eines renommierten Nordafrika-Korrespondenten mit dem Islam, dessen langjähriger Aufenthalt in arabischen Ländern ihn langsam zum Islamkritiker werden ließ.

»Die Islamisten haben die absolute Waffe gefunden: den Vorwurf der Islamophobie. Wenn wir uns dagegen nicht wehren … werden wir wie stumme Schafe, die man ins Schlachthaus führt. Deshalb sollte dieses Buch gelesen werden.«
Boualem Sansal (Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2011)

Opens external link in new windowHier geht es zur Rezension in der FAZ

Veranstalterinnen: Aktion 3.Welt Saar in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland

in Kooperation mit:



Diese Veranstaltung findet seitens der Aktion 3.Welt Saar innerhalb eines Projektes statt, das vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert wird.

Es ist die 14. Veranstaltung in der „Irgendwas mit…“ Reihe der Aktion 3.Welt Saar.

26. April 2015, “Irgendwas mit Politik – Warum Runde Tische nix taugen und online-Petitionen für die Katz sind”, mit Elke Wittich

3. Juni 2015: „Irgendwas mit Verschwörung- Wie obskure Theorien den Kopf entlasten“ mit Jörg Bergstedt

5. Oktober 2015 „Irgendwas mit Afrika – Afrikanische Visionäre im Portrait“ mit Dr. Moustapha Diallo

11. Februar 2016 "Irgendwas mit Islam - Muslimischer Antisemitismus und Gegenstrategien" mit Ahmad Mansour

21. April 2016: Irgendwas mit Fußball - „Ich pfeife – aus dem Leben eines Amateurschiedsrichters“ Lesung mit Christoph Schröder

12. Mai 2016: Irgendwas mit NS Erinnerung – Film: „Triumph des guten Willens“. Ein politisches Portrait über Eike Geisel

3.Juni 2016: Irgendwas mit Entwicklungshilfe - Film "Süßes Gift" Diskussion mit Regisseur Peter Heller

19. September 2016: Irgendwas mit Frauen & Autos -Film "Ayanda" Diskussion mit Regisseurin Sara Blecher, Südafrika

25. November 2016: Irgendwas mit Islamunterricht: Zwischen Aufklärung und Indoktrination - Vortrag mit Dr. Abdel-Hakim Ourghi – Islamischer Religionspädagoge

17. Februar 2017: Irgendwas mit FC Bayern - Kurt Landauer, der Mann, der den FC Bayern erfand, Lesung mit Dirk Kämper, Buchautor

15. März 2017: Irgendwas mit Fairem Handel-Ist eine bessere Welt käuflich?

22. März 2017: "Irgendwas mit Antisemitismus - Die arabische Kollaboration mit dem NS", Vortrag von Martin Cüppers.

18. Mai 2017: "Irgendwas mit Archiv: Verlieren soziale Bewegungen ihr Gedächtnis?", Vortrag von Bernd Hüttner