Die Saarbrücker Zeitung berichtet: "Flüchtlingsrat: Lager Lebach auflösen"
Am Donnerstag, 11. Februar 2010, berichtete die Saarbrücker Zeitung über den Saarländischen Flüchtlingsrat, der versucht, Politik und Öffentlichkeit für die Lage der Flüchtlinge im Land zu sensibilisieren.
"Flüchtlingsrat: Lager Lebach auflösen - Gremium mahnt Umstellung von Sach- auf Geldleistungen für Flüchtlinge an." (PDF)
Donnerstag 01. Dezember 2011 Tag der Menschenrechte 2011 - Abschiebegefängnis Ingelheim schließen
Kundgebung 8.12.2011, 16:00h in Mainz
Donnerstag 20. Oktober 2011 "... in den Lauf", die Fußball AG der Aktion 3.Welt Saar, wendet sich gegen Homophobie im Fußball
Trierer Fußballszene - Homophobie, rechte Tendenzen und zweifelhafte Lippenbekenntnisse.
Dienstag 11. Oktober 2011 Flüchtlinge werden bei Integrationskongress ausgegrenzt
Pressemitteilung, 11.10.2011
Mittwoch 05. Oktober 2011 Pressespiegel zum Tag des Flüchtlings
Gestern fand im evangelischen Gemeindezentrum ein Pressegespräch des SFR zum Tag des Flüchtlings mit Roland Röder und Petra Ferdinand-Storb statt.
Donnerstag 29. September 2011 Peter Noberts Redebeitrag auf der Demo zum 20. Todestag von Samuel Yeboah
Peter Nobert hat für die Aktion 3.Welt Saar und den
Saarländischen Flüchtlingsrat auf der Demo zum 20. Todestag von Samuel
Yeboah folgende Rede gehalten.
Asyl & Rassismus

„Kein Mensch flieht freiwillig“ – In unserer Flüchtlingsberatungsstelle, in der wir praktische Hilfestellungen anbieten, machen wir seit 20 Jahren diese Erfahrung. Wir setzen uns dafür ein, dass Fluchtursachen bekämpft werden und nicht Flüchtlinge. Letzteres ist leider in Deutschland eher an der Tagesordnung.
Dabei haben wir uns davon entfernt, für Flüchtlinge eine Art Hilfssozialarbeiter zu sein. In den Vordergrund ist ein Verständnis von Flüchtlingsarbeit getreten, das Versuche der Selbstorganisation unterstützt. Dies und die Erkenntnis, dass Abschiebungen nicht mit guten Argumenten aufzuhalten sind, führt zu einer Vernetzungsarbeit und dem Entwickeln einer antirassistischen Theorie. Praktisch umgesetzt wird dies im Anti-Rassismus-Büro, dem Vortrag „Neger, Mohren, Bimbos – Rassismus im Kinderbuch“, der Gründung des Saarländischen Flüchtlingsrates e.V. sowie mit Veranstaltungen, Demonstrationen und der Beratungsstelle für Flüchtlinge. Dabei benennen wir auch die Mauer, die längst um Europa gezogen wurde. An den hermetisch abgeschotteten Grenzen sind in den letzten Jahren 1000 Menschen umgekommen, deren „Verbrechen“ daran bestand, nach Europa flüchten zu wollen. An ihren Tod erinnert kein Mahnmal, kein Grabstein – nichts. So als hätte es sie mit ihren Träumen, Hoffnungen, Freuden und Schmerzen nicht gegeben. Auch eine Form, Menschen auszulöschen und die Mauer um Europa aus der eigenen Wahrnehmung zu verdrängen.
Dem Gebaren von Europa als Festung geht das allseits bekannte Bild voraus „Das Boot ist voll.“ Das Bild suggeriert mit schlichter Einfachheit das Eindringen von Flüchtlingen, einer Naturgewalt gleich, als Fluten, Wellen und Ströme in den eigenen wohlbehüteten und gepflegten Vorgarten, der von ihnen auch gleich kahl gefressen wird. Ist das Boot eigentlich auch voll von Besserverdienenden, Reichen, von Krisengewinnlern? Vielleicht leben im vollen Boot auch zu viele Katholiken, zu viele Saarländer? Nur mal so als Frage.
