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„Die Welt ist keine Ware – Globalisierung von unten“

Lange bevor Globalisierung ein Medienhype wurde, nahm sie bei uns eine zentrale Rolle ein. Wir verstehen die neoliberale Globalisierung als (inter-) nationale Verlagerung des Reichtums von unten nach oben, von Arm zu Reich. Im einzelnen sind dies ein immer schnellerer Kapitalverkehr, die Deregulierung gewerkschaftlicher Tarifverträge, der Abbau sozialer Leistungen, die Verlagerung von Entscheidungen in kleine Zirkel und die Durchdringung von immer mehr Lebensbereichen mit der Ellbogenlogik des Marktes.

Staaten nehmen dabei zunehmend die Rolle als nationale Wettbewerbsagenturen ein und werden nicht müde, ihre ökonomischen Standortvorteile anzupreisen. Im Mittelpunkt steht bei uns der Einsatz für Ernährungssouveränität hier wie anderswo und gegen die Entwertung von Lebensmitteln.

Die medial vermittelte BSE-Krise (2000/2001) verweist auf eine Gesellschaft ohne positive Utopie, die statt dessen auf einen überbordenden Individualismus von fanatisierten VerbraucherInnen setzt, die die Katastrophe genauso brauchen wie die Nonstop-Party als emotionalen Kick zur Überbrückung ihrer Leere in einem ereignislosen Alltag.