Die Saarbrücker Zeitung berichtet: "Flüchtlingsrat: Lager Lebach auflösen"
Am Donnerstag, 11. Februar 2010, berichtete die Saarbrücker Zeitung über den Saarländischen Flüchtlingsrat, der versucht, Politik und Öffentlichkeit für die Lage der Flüchtlinge im Land zu sensibilisieren.
"Flüchtlingsrat: Lager Lebach auflösen - Gremium mahnt Umstellung von Sach- auf Geldleistungen für Flüchtlinge an." (PDF)
Dienstag 31. Januar 2012 Redebeitrag des Saarländischen Flüchtlingsrates und der Aktion 3.Welt Saar zur Festung Europa
"Flucht und Migration nach Europa" - Das Kolloquium an der Uni-Saabrücken fand statt am 19. Januar 2012.
Freitag 06. Januar 2012 "Flucht und Migration nach Europa"
Kolloquium, Uni Saarbrücken, 19. Januar mit Beitrag des Saarländischen Flüchtlingsrates und der Aktion 3.Welt Saar
Mittwoch 28. Dezember 2011 Bilanz: 10 Jahre nach der Abschiebung - ein Brief
Der Kurde Mazlum Çelik wurde vor 10 Jahren abgeschoben, von der jetzigen saarländischen Ministerpräsidentin. In einem Brief zieht er Bilanz.
Montag 26. Dezember 2011 UPDATE TRAILER - "Insel der Gestrandeten", TV-Film (SR, 30min) über Bootsflüchtlinge und Diskussion
Mi, 29. Feb., 20 Uhr, Filmhaus (Mainzer Str. 8), Saarbrücken
Freitag 16. Dezember 2011 Runde Tische - Die Simulation von Demokratie
Redebeitrag von Klaus Blees für den Saarländischen Flüchtlingsrat und die Aktion 3.Welt Saar Kundgebung zum Tag der Menschenrechte (10.12.2011) für die Schließung des Abschiebegefängnisses Ingelheim. Mainz,...
Asyl & Rassismus

„Kein Mensch flieht freiwillig“ – In unserer Flüchtlingsberatungsstelle, in der wir praktische Hilfestellungen anbieten, machen wir seit 20 Jahren diese Erfahrung. Wir setzen uns dafür ein, dass Fluchtursachen bekämpft werden und nicht Flüchtlinge. Letzteres ist leider in Deutschland eher an der Tagesordnung.
Dabei haben wir uns davon entfernt, für Flüchtlinge eine Art Hilfssozialarbeiter zu sein. In den Vordergrund ist ein Verständnis von Flüchtlingsarbeit getreten, das Versuche der Selbstorganisation unterstützt. Dies und die Erkenntnis, dass Abschiebungen nicht mit guten Argumenten aufzuhalten sind, führt zu einer Vernetzungsarbeit und dem Entwickeln einer antirassistischen Theorie. Praktisch umgesetzt wird dies im Anti-Rassismus-Büro, dem Vortrag „Neger, Mohren, Bimbos – Rassismus im Kinderbuch“, der Gründung des Saarländischen Flüchtlingsrates e.V. sowie mit Veranstaltungen, Demonstrationen und der Beratungsstelle für Flüchtlinge. Dabei benennen wir auch die Mauer, die längst um Europa gezogen wurde. An den hermetisch abgeschotteten Grenzen sind in den letzten Jahren 1000 Menschen umgekommen, deren „Verbrechen“ daran bestand, nach Europa flüchten zu wollen. An ihren Tod erinnert kein Mahnmal, kein Grabstein – nichts. So als hätte es sie mit ihren Träumen, Hoffnungen, Freuden und Schmerzen nicht gegeben. Auch eine Form, Menschen auszulöschen und die Mauer um Europa aus der eigenen Wahrnehmung zu verdrängen.
Dem Gebaren von Europa als Festung geht das allseits bekannte Bild voraus „Das Boot ist voll.“ Das Bild suggeriert mit schlichter Einfachheit das Eindringen von Flüchtlingen, einer Naturgewalt gleich, als Fluten, Wellen und Ströme in den eigenen wohlbehüteten und gepflegten Vorgarten, der von ihnen auch gleich kahl gefressen wird. Ist das Boot eigentlich auch voll von Besserverdienenden, Reichen, von Krisengewinnlern? Vielleicht leben im vollen Boot auch zu viele Katholiken, zu viele Saarländer? Nur mal so als Frage.
