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Agrotreibstoffe - weder öko, noch fair

Warum Energie dezentral produziert werden soll.

Agrotreibstoffe wie Palmöl oder Soja sollen das Energieproblem lösen und langfristig Erdöl ersetzen. Sie sind weder sonderlich ökologisch, noch CO² neutral noch besonders fair. Brandrodung von Regenwäldern, Landraub und Vertreibung, pesztizidreiche Monokulturen sind da nur einige der verheerenden Folgen. Immer mehr werden auch Ländereien im Süden durch multinationale Konzerne aufgekauft, um den Energiehunger des Nordens zu stillen.

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Bye bye Multikuli – Es lebe Multikulti

Für einen emanzipatorischen Multikulturalismus, gegen ein kulturrelativistisches Verständnis von multikultureller Gesellschaft, gegen deren rassistisch motivierte Ablehnung.

„Bye bye Multikuli – Es lebe Multikulti” ist der Titel der neuen Flugschrift, welche die Aktion 3.Welt Saar gemeinsam mit der Stuttgarter Gruppe undefined Emanzipation und Frieden herausgibt. Die Flugschrift plädiert für einen emanzipatorischen Multikulturalismus, den sie gegen ein kulturrelativistisches Verständnis von multikultureller Gesellschaft ebenso verteidigt wie gegen deren rassistisch motivierte Ablehnung. Kurzum: Die Freiheit des Individuums hat Priorität gegenüber der Freiheit von Gruppen.

Es herrscht Konfusion um Multikulti. Thilo Sarrazin, Mitglied im Vorstand der Bundesbank und in der SPD, sieht sich von MigrantInnen bedroht, die „jede Menge kleiner Kopftuch mädchen produzieren“. Umgekehrt plädieren Teile der Naziszene für die multikulturelle
Gesellschaft, während Oskar Lafontaine „Schnittmengen zwischen dem Islam und
der Linken“ sieht. Pro Asyl ruft Kritiker des Islamismus mit dem bei iranischen Mullahs
entlehnten Kampfbegriff der „Islamophobie“ zur Ordnung. Viele AnhängerInnen von
Multikulti schweigen gegenüber Zwangsverheiratungen, Kopftuchzwang und Ehrenmorden.
Falsche Toleranz und unterlassene Hilfeleistung.
Trotzdem: Ein Plädoyer für die Multikulturelle Gesellschaft – gerade jetzt.
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undefinedReaktionen auf die Multikulti-Flugschrift

Flugschrift: Kinderarbeit – Wem nützt sie?

Warum Kinderrechte der beste Schutz gegen Kinderarbeit sind.

Kinder arbeiten in der 1. wie in der 3. Welt. Entscheidend ist nicht die Frage, ob sie es tun, sondern was und wie sie es tun: freiwillig, um sich Konsumbedürfnisse zu befriedigen oder gezwungen, um zu überleben. Und: Wie sind ihre Arbeitsbedingungen? Das Mitleid für die Schuhputzjungen und für Kinder auf Baumwollfeldern in der 3. Welt verstellt den Blick auf die Gründe und Bedingungen von Kinderarbeit. Ein pauschales Verbot hilft den Kindern nicht weiter, sondern verlagert das Problem in die Illegalität. Die Arbeitsbedingungen gehören ebenso auf den Prüfstand wie die Frage nach den Nutznießern. Ein Plädoyer für Kinderrechte. undefinedFlugschrift laden

undefinedRadiointerview zur Flugschrift "Kinderarbeit - Wem nützt sie?

Streit um Saatgut

Privateigentum oder Gemeineigentum?
Warum gibt es Streit um die Kartoffel Linda und die Nachbaugebühren?

Sie begegnen in der Fußgängerzone einem waschechten Indianer. Während Sie gemütlich in einem Eiscafé sitzen, Ihre Einkäufe vom Wochenmarkt neben sich gestellt haben und entspannen, tippt er Sie an. Sie schauen auf. Er hält Ihnen einen Ausweis unter die Nase und verlangt von Ihnen 5 € für Ihr Büschel Pfefferminz- und Kamillenblätter. Auf diese Pflanzen hätte seit letztem Jahr der Indianische Rat der USA ein Patent beim Patentamt in Brasilien angemeldet. Die Nutzung dieser Pflanzen ist demnach gebührenpflichtig.
Ganz schön dreist geworden, diese Nachfahren Winnetous. Kommen hierher und katalogisieren unsere Pflanzen und verkaufen das Ganze womöglich wieder als
Indianermedizin an uns zu überteuerten Preisen. Das haben wir von unserem Respekt. Dabei haben wir Winnetou und seine Brüder und Schwestern jahrzehntelang
als edle Wilde in zahlreichen Indianer filmen und Büchern geehrt und damit „unsere“
Zivilisationsmüdigkeit fachgerecht entsorgt. Und jetzt werden sie frech und machen
Ansprüche geltend.
Klingt irgendwie nach Science-Fiction. Ist aber real ...
Weiter gehts undefinedhier. (PDF-Dokument)

Mit Islamismus gegen die Aufklärung

“Es gibt viele moderate Moslems, doch der Islam selber ist nicht moderat.“ Taslima Nasrin, Schriftstellerin.

Man  darf  sich  nicht  daran  gewöhnen,  den  fundamentalistischen  Islam,  den
sogenannten  Islamismus,  als legitimen  Bestandteil  einer bunten,  kulturellen
Vielfalt, einer Multi-Kulti-Idylle zu betrachten  oder gar als Partner im  Kampf
gegen die dem Kapitalismus innewohnenden Ungerechtigkeiten. Islamisten, die  von
ihnen propagierte Rückkehr zu einem  einfachen, urtümlichen Leben und ihr  Kampf
gegen  die  "westliche  Vorherrschaft“,  die  Moderne  im  Allgemeinen  und  die
Aufklärung im Besonderen, sind keiner  Sympathie und Unterstützung wert. Wer  an
Emanzipation interessiert ist, kann den fundamentalistischen Islam in all seinen
Varianten nicht tolerieren.
Die traditionelle Auffassung des Islam, dass die Unterwerfung unter Gott und der
Glaube  im Mittelpunkt  des Lebens  stehen müsse,  dass also  die Pflichten  der
Gläubigen Gott gegenüber Priorität haben und nicht die Freiheiten und Rechte des
Individuums, führt u.a. dazu, dass Aussagen des als Gottes Wort geltenden Korans
wörtlich genommen werden.

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Hier wird Politik gezockt

Sie arbeiten diskret, im Stillen, hinter den Kulissen, ziehen die Fäden und wirken in die Politik hinein. So das klassische Bild von Lobbyisten. Falsch ist es nicht, aber ergänzt wird dies durch eine neue Form des Lobbyismus. Sowohl die vom Metall-Arbeitgerberband finanzierte „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“ wie auch die „Bertelsmann Stiftung“ fahren doppelgleisig: Neben der klassischen Form des Lobbyismus, diskrete Absprachen zu treffen, suchen beide Organisationen bewusst die Öffentlichkeit und präsentieren die Ergebnisse ihrer informell eingefädelten Vereinbarungen in scheinbar transparenter Weise.

Ihr Ziel: Freier Kapitalfluss und neoliberale Globalisierung. Ihre „natürlichen Gegner“ sind demnach Gewerkschaften, Parlamente, demokratische Entscheidungsstrukturen, Tarifverträge, politische Regelungen zu Gunsten sozial Schwacher. Eben all dies, was die freie Entfaltung des Kapitals behindert. Nur ganz so offen kann dies nicht formuliert werden. Es würde auffallen, der antidemokratische Geist käme zu Tage und dies hätte zugegebenermaßen keinen guten Style. Also publiziert und organisiert man wie die Bertelsmann Stiftung Tagungen, Konferenzen und „wissenschaftliche“ Expertisen oder sendet wie die INSM Botschafter aus Parteien, Publizistik und Wirtschaft in die mediale Umlaufbahn und lässt das Personal in Talkshows und Interviews ihre nachdenklichen Worte von der Zukunftsfähigkeit „unseres“ Landes kundtun.

Zu dem Thema ist die Flugschrift "Hier wird Politik gezockt" erschienen. Sie können sie hier herunterladen: undefinedFlugschrift

Ebenfalls zu dem Thema hat Rüdiger Fries von der Aktion 3. Welt Saar für die Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz das Arbeitspapier „Hier wird Politik gezockt – Der Einfluss von Lobbyisten auf die Arbeitswelt“ verfasst.
Sie können die Datei hier herunterladen:
undefinedDer Einfluss von Lobbyisten auf die Arbeitswelt.pdf

„.... to save the world“

„.... to save the world“ lautet der Titel einer achtseitigen Flugschrift, die die „Aktion 3. Welt Saar“ mit Unterstützung von „Arbeit und Kultur Saarland GmbH“ zu Ihrem 25 jährigen Jubiläum veröffentlicht hat.  In 25 Jahren ist viel passiert. Material, Stoff, Stories, Fotos für ein ganzes Buch. Mindestens. Wir sind etwas bescheidener geblieben und haben eine achtseitige Flugschrift erstellt. Sie dokumentiert die thematische Vielfalt und das Selbstverständnis unserer sozialen, kulturellen und politischen Arbeit. Ergänzt wird die Publikation mit einer ausführlichen Chronik und mit vielen  Fotos. Wir hatten rund 3.000 Fotos gewälzt und hätten gerne mindestens 200 davon abgedruckt. Die Auswahl fiel schwer. Vor allem, weil sich mit den Fotos Erinnerungen an Menschen, Themen, Aktionen verbinden. Und Gefühle. Wie wurde aus einem kleinen 3. Welt Laden eine überregional tätige politische Organisation? Eine Organisation, die nunmehr seit 25 Jahren sich nicht scheut kritisch, unabhängig und mit Biss Themen wie Rassismus, Ökologie, Hunger, Neoliberalismus, Asyl,  Fußball, Pop-Kultur und dem neuen wie alten Antisemitismus aufzugreifen. Weil wir uns nicht anmaßen, über Tausende von Kilometern hinweg, andere zu entwickeln, haben wir kein Projekt in der so genannten 3. Welt. Unser Entwicklungsland heißt Deutschland.

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Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck

Vom Kaiser geehrt, vom Führer geliebt - Ein Beitrag zur deutschen Kolonialgeschichte

Heute wie damals werden Helden bebraucht, vor allen Dingen unbesiegbare Helden. Da wird auch schon mal die Geschichte zurechtgestutzt und unbequeme Fakten fallen unter den Tisch. Der in Saarlouis geborene deutsche Kolonialmilitär Paul von Lettow-Vorbeck (1870 - 1964) ist ein solcher Held: Auf einer Tafel an seinem Geburtshaus in der Saarlouiser Innnestadt wird er als unbesiegt gelobt. Dass er 1904 an der Ermordung von 60.000 Hereros in Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) beteiligt war und den Nazis später als gern gesehener Redner diente, fällt dabei unter den Tisch. Lettow-Vorbeck ist immernoch Ehrenbürger von Saarlouis. Ein Gedenken an seine Opfer findet bis heute in Deutschland nicht statt.

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Gute Kinderarbeit – schlechte Kinderarbeit

Kinder arbeiten in der 1. wie in der 3.Welt. Entscheidend ist nicht die Frage ob sie es tun, sondern was und wie sie es tun: Freiwillig, um sich Konsumbedürfnisse zu befriedigen oder gezwungen, um zu überleben. Und: Wie sind ihre Arbeitsbedingungen? Das Mitleid für die Schuhputzjungen und für Kinder auf Baumwollfeldern in der 3.Welt verstellt den Blick auf die Gründe und Bedingungen von Kinderarbeit.
Ein pauschales Verbot hilft den Kindern nicht weiter, sondern verlagert das Problem in die Illegalität. Die Arbeitsbedingungen gehören ebenso auf den Prüfstand wie die Frage nach den Nutznießern.
Ein Plädoyer für Kinderrechte.

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Nachbaugebühren: Ist Saatgut Gemein- oder Privateigentum ?

Biopiraterie vor der Haustür – Ein brisanter aber unbekannter Konflikt.
Biopiraterie findet längst nicht mehr nur im fernen Süden statt, sondern direkt vor der eigenen Haustür. Beispiel Nachbaugebühren. Was jahrhundertlang Bauernrecht war, aus der alten Ernte Saatgut für die neue Ernte zurückzubehalten, soll ihnen damit genommen werden. Gemäß Beschlüssen auf EU-Ebene von 1994 und im Bundestag vom Juli 1997 sollen Bauern gezwungen sein, Jahr für Jahr für das Ausbringen vno lizenziertem und von ihnen bereits bezahltem Saatgut aus ihrer eigenen (!) Ernte doppelte Gebühren an die Züchter von Saatgut zu bezahlen.

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Hartz IV: Elixier für die Profitgier oder: Die Welt ist eine Ware

Die Agenda 2010 sowie die Rürup- und Hartz Kommissionen setzen innenpolitisch das um, was international durch das Handels- und Dienstleistungsabkommen GATS vorgegeben wird: Sozialabbau und die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen Gesundheit, Rente, Bildung, Wasser... Das Credo lautet national wie international: Die Welt ist eine Ware und die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben ein Naturgesetz.

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