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"Zehn kleine Negerlein"

AfrikaBilder & Rassismus im Kinderbuch

Die Flugschrift beschreibt, wie sich die Vorstellung von Afrika im scheinbar unpolitischen Kinder- und Jugendbuch niederschlägt; von der Bismarckzeit, über den 1. und 2. Weltkrieg, die unterschiedliche Entwicklung in der Kinderbuchliteratur der DDR und BRD, bis heute.

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Bye bye Multikulti – Es lebe Multikulti

Flugschrift für einen emanzipatorischen Multikulturalismus, gegen ein kulturrelativistisches Verständnis von multikultureller Gesellschaft, gegen deren rassistisch motivierte Ablehnung.

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Die Aktion 3. Welt Saar veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Flugschriften zu Themen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

Unsere undefinedaktuellen Flugschriften können Sie bei uns bestellen: Anruf oder undefinedE-Mail genügt.

Aktuelles

Koloniale Afrikabilder wirken heute

Über 50 BesucherInnen, sehr lange Diskussionen, Interesse an weiteren Veranstaltungen.

Was will man mehr als Veranstalterin. Ein großes Kompliment geht an Haus Afrika, mit denen wir gemeinsam letzten Samstag in Saarbrücken die Veranstaltung „Afrikabilder – im deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuch“ organisierten.

Der weiter unten verlinkte Artikel aus dem Landesteil der Saarbrücker Zeitung vom 8.9.2009 gibt sehr gut die Linien des Vortrags wieder. So verrückt es klingt: Zum einen sind Kinder- und Jugendbücher alles andere als unpolitisch und zum anderen entfalten die überwunden geglaubten Afrikabilder in „unseren Köpfen“ auch heute noch ihre Wirkung. Erinnert sei an das beharrliche Festhalten von CDU und SPD an „ihrem Helden“ Paul von Lettow-Vorbeck in Saarlouis. Seine Beteiligung an der Ermordung von 60.000 Herero 1904 im heutigen Namibia wird bewusst außen vor gelassen, wenn an seinem Geburtshaus in der Innenstadt (Silberherzstraße) an den „unbesiegten, ritterlichen Verteidiger Deutsch-Ostafrikas im Weltkriege 1914 - 1918“ gedacht wird.
An die Opfer seiner mörderischen Politik, der in der Weimarer Republik auch Sozialdemokraten zum Opfer fielen, erinnert in Saarlouis nichts.
Ganz einfach nichts. Die Tatsache, dass Paul von Lettow-Vorbeck ein weit verbreitetes  Kinder- und Jugendbuch geschrieben hat („Heia Safari“), findet in dem Vortrag gebührend Beachtung.

Auch die kuriosen Ereignisse um das so genannte Abenteuermuseum Saarbrücken im Frühjahr 2009 verweisen auf die Aktualität der alten kolonialen Bilder. Aus der Partei „Die Linke“ kam damals der Vorschlag, man solle das Museum in den Gondwana Park integrieren. Menschen aus anderen Kontinenten also auf die Stufe mit Tieren stellen. Das gab es schon mal. In den „Hagenbeck’schen Völkerschauen“ wurden um 1900 Menschen aus Afrika gemeinsam mit Tieren ausgestellt und auf Jahrmärkten präsentiert. Das Projekt Abenteuermuseum wurde in Saarbrücken auf Eis gelegt, weil CDU und Grüne sich verschiedener zivilisatorischer Standards erinnerten und eine sinnvolle Entscheidung trafen.

Interview zum Thema "Koloniale Afrikabilder wirken heute" mit Gertrud
Selzer am 4.September 2009: undefinedMP3-Datei zum Download

Mehr Infos:
Paul von Lettow-Vorbeck
undefinedhttp://www.a3wsaar.de/fileadmin/Medien/Texte/Flugschriften/lettow_v.pdf

Abenteuermuseum
undefinedhttp://www.a3wsaar.de/aktuelles/details/d/2009/03/18/abenteuermuseum-von-heinz-rox/

Aktuelle Veranstaltungen zu Themen wie Agrar, Hunger, Landwirtschaft, Ernährung etc. finden Sie bei ERNA goes fair.

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